Sonntag, 24. Juni 2012

(Not)lösung

Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich nur fotografiere wenn ich muss (bzw. meine, es zu müssen). Darum  fallen schon mal Fotos von Blumen, Essen, Landschaften, dem Hund, Kaninchen, Fisch, Hühnern und anderem Getier hier aus. Auch meine Kinder sind leider nicht mehr in dem Alter, in dem sie entzückende Modelle abgeben würden.
Wie also Zeiträume füllen, in denen nichts Vorzeigbares enstanden ist?
Mir ist dazu heute der eher textlastige Beitrag "Ich war einmal - Kleidung mit Geschichte" eingefallen - vielleicht wird ja mehr daraus.
Beginnen möchte ich mit diesem Rock:

Erst mal nichts Besonderes: Ein Römö aus dunkelblauem Samt. Der Samt allerdings hat Vergangenheit:
Noch während meines Studiums (erwähnte ich bereits, dass das schon fast 30 Jahre zurück liegt?) schenkte mir meine Studienfreundin Eva eine ausrangierte Tagesdecke aus dunkelblauem Samt, ca 2 x 2 m groß. Diese hatte sie selber aus 2 Stoffbahnen zusammengenäht und, da der Stoff nicht ganz gereicht hat, mit einem hellblauen Stück ergänzt. (Siehe beim Rock unten rechts. Weil es auch hier nicht ganz gereicht hat, habe ich eine Aplikation draufgefrickelt - Notlösung eben. Das kann man auf dem nachfolgenden Foto besser sehen.)

Nach einigen Jahren nähte ich aus einem Teil des Stoffes meinem Sohn für ein Schulprojekt eine mittelalterliche Kutte und der Rest geriet in Vergessenheit - auch, weil nach einigen Umzügen die Kiste mit den Stoffen unauffindbar war...
Bei einer Kelleraufräumaktion ist sie aber - Wunder über Wunder - nach nunmehr 15 (!) Jahren im vergangenen Winter  wieder aufgetaucht. Da habe ich mich natürlich mächtig über die wiedergefundenen Schätzchen gefreut und nachdem alles geruchsbedingt einmal gewaschen war, aus dem verbliebenen Samt diesen Rock genäht. Den habe ich im letzten Winter auch oft und gerne angezogen. Besonders schön finde ich den Volant, obwohl ich nicht so ein "Rüschchentyp" bin und z.B. Puffärmel nur an Mädchen zwischen 2 und 12 niedlich finde. Ein Volant aber hat für mich geradezu etwas Beschwingtes.
Leider scheint es aber Schicksal dieses Stoffes zu sein, dass immer dieselben Stellen arg belastet werden und darum gibt es jetzt am Hinterteil schon großflächig sehr dünne Stellen, die man eigentlich nur kaschieren kann, indem man eine farblich passende Strumpfhose darunter trägt. Oder gibt es bessere Ideen?






Samstag, 16. Juni 2012

Was Besonderes

sind für mich diese Bilder, denn sie bestehen aus ganz besonderen Materialien: Den gestreiften Stoff des Hintergrundes habe ich im letzten Jahr auf dem Dachboden ausgegraben, dort führte er ein trauriges Dasein als Abdeckung für ausrangierte Möbel. Ich glaube, so einen Stoff hat man früher benutzt, um daraus Matratzenbezüge zu nähen, denn eigentlich ist war er ganz dicht gewebt und undurchlässig. mein Stoffstück ist allerdings schon ganz morsch und fleckig (natürlich hab ich ihn gewaschen!)
Die Vögel habe ich auf eine Seite einer alten englischen E.A. Poe-Gesamtausgabe gemalt. Die habe ich mal beim Bücherflohmarkt unserer Bücherei gefunden, mir aber leider nur einen Band mitgenommen. Das Papier ist ganz dick und weich - perfekt zum aquarellieren.  Leider spiegelt beim ersten Bild die aufgenähte Schrift ein bisschen, das kommt vom Hochglanzpapier der Zeitschrift aus der ich sie ausgeschnitten habe.




Dienstag, 12. Juni 2012

Mehr Karten


Ein paar Karten habe ich noch, aber nun muss ich erstmal Puppenkleider fürs Enkelkind nähen.

Montag, 11. Juni 2012

Besonders gut

habe ich im Durchbruch meine selbstgemachten Karten verkauft. Das motiviert natürlich sehr und darum musste ich doch gleich noch ein paar neue basteln.  Bei Interesse bitte einfach per E-Mail bei mir melden. (An einer sinnvolleren Einkaufsmöglichkeiten arbeite ich noch...) Auch diese Karten sind ca. 10,5 x 15 cm groß, haben eine weiße Rückseite aus weichem Aquarellpapier auf dem man gut schreiben kann, werden mit einem farblich passenden Umschlag geliefert, sind mit normalem Briefporto verschickbar (aber natürlich auch an-die-Wand-hängbar) und kosten 8,--€. Ab 3 Stück gibt es Rabatt.



Ich hoffe, ich schaffe es, hier nun öfter mal was einzustellen. Das ist zumindest der Plan, aber wie B. Brecht ja schon wusste:
Mensch, mach mal einen Plan
und sei ein großes Licht
und mach auch noch ´nen zweiten Plan
gehen tun sie beide nicht.

Na, schauen wir mal.