Sonntag, 30. September 2012

Und sonst...

habe ich in dieser Woche eher so Sachen gemacht, über die ich nicht weiter nachdenken musste. Fürs Enkelkind eine Amelie aus einem Rest Nicki.


Blöd war hier, dass beim absteppen der Bündchen der Flausch irgendwie weggeflutscht ist, so dass dort nun weiße Stellen zu sehen sind. Gibt es da einen Trick, mit dem das vermieden werden kann?

Und ein weiteres Trägerröckchen aus doppeltem Jersey. Aus den Katzentaschen sind nun Taschenhühner geworden. Eigentlich hätte ich gut noch jeweils ein Flügelchen draufmachen können, aber das habe ich erst gemerkt, als die Taschen schon drauf waren.



Das Kind wächst und wächst - als Oma finde ich das ja eher bedauerlich, weiß ich doch, wie kurz von hinten gesehen die Zeit ist, die man mit seinen Kindern gemeinsam verbringt. Aber natürlich sehen junge Eltern das naturgemäß etwas anders.

Ein Waschbeutel für die Vorratskiste war auch noch dabei. Das Innenleben und der Boden sind aus dem beschichteten Punktestoff vom Möbelschweden und vorn ist ein Igel drauf, den ich mit einem Radiergummistempel gemacht habe.












Ansonsten habe ich noch über diesem Buch gebrütet, das - die kundige Leserin/der kundige Leser ahnen es bereits - mal wieder vom Büchereiflohmarkt stammt.



 Wobei das auch nicht ganz richtig ist, denn das Buch hat es nicht mal auf den Flohmarkt geschafft, sondern lag in der Kiste mit den kostenlosen Exemplaren zum Mitnehmen.



Versteh ich gar nicht... 












Freitag, 28. September 2012

Stoffmanipulation

Nicht nur an den "Stoffmanipulationen", die dieses Mal dankenswerterweise von Lucy von Nahtzugabe gesammelt werden, merke ich, wie schnell die Zeit vergeht. Schon geht es wieder mit Riesenschritten auf den Winter zu und immer öfter taucht bei mir das Bedürfnis nach wärmendem Beiwerk auf.
Darum beschäftigt sich mein heutiger Beitrag mit "Schals" und der Frage:  "Wie wird aus Baumwolle ein Mischgewebe?"

Für viele meiner Arbeiten benutze ich eine Filzmaschine, die ich vor Jahren eigentlich angeschafft hatte zum Geburtstag bekommen habe, um selbstgenähte Kleidung aus Wollwalk mit gefilzten Ornamenten zu verzieren. Das habe ich allerdings noch nicht wirklich gemacht, aber ich probiere oft mit verschiedenen Materialien und und Techniken herum und mit manchen Ergebnissen bin ich auch ganz zufrieden. Zum Beispiel mit diesen gern getragenen Schals.


Ok, das muss  man jetzt wissen, dass das Schals sind... Eigentlich ist es auch ein ca. 1,60 langes Stück Jerseyschlauchware aus Baumwolle wie man es auch für Bündchen braucht. Ursprünglich wollte ich auch nur einen Schal draus machen, aber das war mir dann zu dick. Also habe ich das Stück der Länge nach geteilt, was natürlich zur Folge hatte, dass ich die Kanten irgendwie versäubern musste. Anfangs war ich mit beiden Lösungen sehr unzufrieden und habe die Schals erstmal im Schrank ablagern lassen, aber mittlerweile hab ich mich gewöhnt und finde die grüne Einfassung sogar ganz schön.
Aber zurück zum Thema: Ich wollte ja mit der Filzmaschine arbeiten und Wolle mit Baumwolle kombinieren. Also habe ich einfach mit der Filzmaschine einen Rest dicker Wolle in willkürlichen Schlangenlinien auf den Jersey gefilzt. Weil mir das immer noch ein bisschen zu trist war, habe ich noch verstreut kleine Flecken Filzwolle in rotorange  eingefilzt.



 Dabei verbindet sich die aufgefilzte Wolle wirklich komplett mit dem Untergrund und während "normaler" Stoff durch die scharfkantigen Filznadeln praktisch zerstört wird, sieht der so behandelt Jersey auch von der Rückseite halbwegs ansehnlich aus.


Bei der anderen Variante habe ich Filzwolle kreisförmig ausgelegt, mit der Maschine aufgefilzt und zum Schluss mit einem Stück der dicken Strickwolle umfilzt.


Auch mehrere Wäschen haben die beiden Teile schon gut überstanden (es kann ja auch nichts mehr verfilzen...)


Alles in allem finde ich, das Filzen eine schnelle und einfache Möglichkeit ist, Stoff individuell zu verändern - allerdings sind meine Fähigkeiten, mit der Maschine sehr präzise zu arbeiten noch ziemlich begrenzt. Ein Nachteil ist m. E. auch, dass a.) der Ursprungsstoff zerstört wird und b.) sich die gefilzten Stellen ausdehnen und wellig werden können. Ich bleib aber dran + vielleicht bringe ich es doch noch mal zu besagten verzierten Kleidungsstücken aus Wollwalk.

Sonntag, 23. September 2012

Wieder aufgetaucht

ist zumindest das Foto von diesem Herrn.


Der hat sich kurz nach der "schwebenden Dame" davongemacht. Männertypisch hat er dazu natürlich Hilfsmittel benutzt, aber dafür ist er auch schon weiter.  Seine Aktentasche steht allerdings noch in Dänemark...

Freitag, 21. September 2012

Saisonbeginn

Ich bin ein richtiger Pulswärmerjunkie: Sobald die Temperaturen unter 20 °C sinken, befällt mich der unwiderstehliche Drang, meine Hangelenke in wärmende bunte Hüllen zu stecken. Natürlich habe ich auch eine Menge davon und die haben sogar eine eigene Schublade bei mir. (Das können weiß Gott nicht all meine Kleidungsstücke von sich behaupten.)
Jetzt, wo es noch nicht ganz so kalt ist, trage ich am liebsten die Bunten aus Baumwolle und/oder Viskose.



 




Sollte es wider erwarten kälter werden, sind auch diese aus Mohair sehr nett. Schön ist auch, dass man sie nach dem Waschen wieder in eine ganz enganliegende Form ziehen kann.




Diverse Woll-Modelle dürfen natürlich nicht fehlen. Die mag ich sowieso fast am liebsten, denn sie tragen sich einfach angenehm.


Irrtümer gibt es auch: Mit diesen sieht man aus wie dieser grüne Fussel aus der Sesamstraße.



Diese sind aus Filz und so dick, dass man die Hände nicht mehr bewegen kann.

 

Diese sind gehäkelt und im Prinzip ganz schön,  aber leider viel zu kurz.


Diese sind aus doppellagigem Stoff und beide gern getragen. Mein absoluter Favorit sind die Violetten unten links, die ich vor Jahren mal bei Frühling bitte gekauft habe. Leider franselt das Innenfutter an den Rändern schon aus :(



Also eigentlich kann man gar nicht genug davon haben.




Und das Schönste ist, ich kann die Reste, die meiner Mutter beim Sockenstricken übrig bleiben weiterverwenden und hab so ein kleines Strickzeug "für alle Fälle".   
So. Und jetzt ist "Heute-Show".




Samstag, 15. September 2012

Männer auf Leitern

scheinen ein beliebtes Motiv für Fotojournalisten zu sein,  denn sie sind relativ häufig - egal wie groß der Bezug zum Artikel ist -  in der Zeitung zu finden. Ich hatte auch schon mal eine schöne Schnipselsammlung davon, aber die finde ich natürlich jetzt gerade nicht.



Gefunden habe ich aber gerade dieses Foto in einer "unabhängigen, linken Tageszeitung". Wie gesagt, finde ich den Bezug vom Foto zum Artikel jetzt micht soooo groß, es geht um dieses in den 20-er Jahren von Antifaschisten gegründete Erholungsheim in der Nähe von Hamburg, das nun leider ums Überleben kämpft. Ich kannte das auch nicht, aber vielleicht ist es ein interessantes Ausflugsziel? Wen`s interessiert, den Artikel gibt es hier.

Aber zurück zu den Männern auf Leitern, die ich als Motiv auch irgendwie interessant finde (warum sollte es mir anders gehen als den Journalisten?) und mit denen ich schon länger herumexperimentiere.



Und noch interessanter finde ich es, wenn dann noch Frauen ins Spiel kommen.  Nach meinen Erkenntnissen  stehen die  ja dann meistens unten und man fragt sich: Was tun sie da? Wollen sie auch auf die Leiter? Oder halten sie fest, damit der Mann bei seinen waghalsigen Übungen nicht kippelt oder runterfällt? Oder geben sie Anweisungen? Oder alles zusammen?


Dass da nun "Hut ab" steht ist mir im Schlaf erschienen und ich bin dieser Eingebung natürlich blind gefolgt....demzufolge gibt es auch keine Erklärung dafür.


Jaja, so ist das.

Mittwoch, 12. September 2012

Gerne getragen

habe ich in diesem Sommer dieses Shirt aus schwerem Viskosejersey, der auch bei heißem Wetter angenehm kühl war.





Der Schnitt ist aus der Ottobre, ich habe nur die Ärmel verlängert und mit einem lockeren Bündchen abgeschlossen. Eine dunkelgraue Vögelchenstickerei fand ich auf dem zartgrauen Stoff auch vertretbar.


Und mit einem Longsleve drunter und/oder einem Jäckchen drüber kann ich es auch im Winter tragen.


Montag, 10. September 2012

Ein bisschen gruselig

finde ich ein Bild, das darum auch eher ein Schubladendasein führt. Dabei fing es eigentlich harmlos an: Vor einiger Zeit tauchten auf Kissen, Bildern und überall Hirsche auf und ich dachte, ich könnte ein Hirschmotiv auch für die Serie "Leben mit Tieren" umsetzen.
Ich machte also ein paar Skizzen:


Dieser Entwurf erinnerte mich zu sehr an das Märchen von Brüderchen und Schwesterchen und war noch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Also nächster Entwurf:


Der hatte irgendwie was Undurchsichtiges, das ich erstmal gut fand.



Aber natürlich sieht so ein Entwurf ausgearbeitet dann doch ganz anders aus und die Übertragung war auch nicht so ganz 1:1. Plötzlich war die Pfotenhaltung des Hirsches ziemlich übergriffig und außerdem guckt er auch so fies - das Thema Kindesmissbrauch wurde greifbar und ich habe dann versucht, das noch deutlicher zu machen.
Dafür habe ich an der Seite einen Stoff, auf den ich Gesichter gearbeitet habe, mit Knöpfen befestigt. Das soll ebenso wie der Schürzenstoff oben verdeutlichen, dass Angehörige und andere Menschen in der Umgebung vielleicht etwas wissen, aber oft lange schweigen.


Zum Schluss habe ich dann den oberen Rand mit einem alten Srickbündchen eingefasst. Eigentlich hatte ich mir dadurch so einen "Schlüssellocheffekt" erhofft, aber das hat nicht so gut geklappt.



Alles zusammen sieht nun so aus. Für das Thema Kindesmissbrauch finde ich es eine ausbaufähige Möglichkeit - jeden Tag ansehen möchte ich das Bild aber nicht.

 
Mein Arbeitskreis fand übrigens die Rückseite schöner - vielleicht ist das die Lösung?










Donnerstag, 6. September 2012

Ich freu mich schon

auf eine Veranstaltung, die wir im November hier machen. Wir wollen in verschiedenen Workshops und Vorführungen zeigen, was man/frau alles aus Stoff und Wolle machen kann.
Ich werde dort die Herstellung verschiedener Nähbilder zeigen und habe mich dafür auch wieder an meine alte, tapfere Nähmaschine getraut. Und siehe da: Das könnte wieder was werden mit uns Beiden...

Sie kann gerade Linien, auch auf Papier.



Sie kann krumme Linien, und das ohne Stickfuß.



Was will ich mehr? Dann kann es eigentlich losgehen.

Die Multi-Tasking-Lüge       Leinen, Garn, 15x20cm

Ok, das kann sie nicht ganz so gut, aber ich habe ihr einen neuen Fußanlasser besorgt - vielleicht wird das doch noch was.

Mittwoch, 5. September 2012

Öhrchenmützen

Anscheinend gibt es doch mehr neue kleine Menschen als man so denkt - jedenfalls ist das Interesse an den süßen Öhrchenmützen immer groß. Darum habe ich meine Bestände aufgefüllt und für die kältere Jahreszeit einige Stücke in winterlichen Farben und warmen Stoffen genäht.


Samstag, 1. September 2012

Überlegungen

Nach 2 entspannten Wochen hier hat uns der Alltag wieder voll erwischt und ich mache große und kleine Pläne für die nächsten Monate.

Eine Überlegung ist zum Beispiel, auch dieses Jahr wieder einen Kalender für meine Lieben (und mich) zu basteln.  Einige Bilder des diesjährigen Exemplars habe ich mal fotografiert:
 


Grundlage dieses Bildes ist ein ziemlich düsterer Batman-Comic, den ich mal vom Büchereiflohmarkt mitgebracht habe. Februar ist für mich ein Monat mit gefühlt mindestens 38 Tagen.


Na, welcher Monat könnte das sein?


Zu so einem Dampfer wird es bei uns wohl nie reichen, aber auch ein Segelböötchen kann ja schon ganz schön sein...



8en zu finden war deutlich schwieriger als 2en. Komisch.



Bei diesem Blatt sind wir gerade - September. Die Blätter gehören zum Stickmusterprogramm meiner Nähmaschine. Hier mit dem Stickfuß und nicht als Reihe gestickt.









Dieses Blatt gefällt mir richtig gut, obwohl kein Stoff drin vorkommt ;)



Bei Kaze habe ich  kürzlich gelesen, dass eine ganz Gruppe gemeinsam - also jedeR TeilnehmerIn ein Blatt/Monat - einen Kalender gestaltet. Das finde ich eine richtig gute Idee,  die ich gerne in der virtuellen Welt umsetzen würde. Allerdings weiß ich noch nicht so richtig, wie das technisch machbar wäre, aber es ist ja zum Glück noch ein bisschen Zeit bis zum Jahreswechsel.  Vielleicht hat jemand auch zufällig eine Idee?