Sonntag, 10. Februar 2013

Gewissensfrage

Vor einigen Jahren haben wir unserer Tochter zu Weihnachten ein kleines, tragbares Musikabspielgerät einer bekannten amerikanischen Marke geschenkt. Mittlerweile ist es so, dass die Tochter  keinen Weg mehr ohne Stöpsel im Ohr macht, was ich im Straßenverkehr nicht ganz ungefährlich finde.  Als Beiwerk habe ich ihr damals ein passendes Täschchen  genäht, das nun leider allmählich an seine Grenzen kommt, die Rückseite ist schon ganz verschlissen.
Aber mache ich ihr nun ein neues Täschchen? Damit sie sich weiter das Gehör ruiniert? Unter o.g. Umständen vielleicht manchmal ihr Leben aufs Spiel setzt?
Ich weiß es nicht. Mein einziger Trost ist momentan, dass ihr durch das jahrelange Ohrstöpsel-tragen-Training zumindest die Umstellung aufs Hörgerät nicht so schwer fallen wird.

Kommentare:

  1. Tja. Ich fürchte ja, da lässt sich über das Täschchen nichts mehr erziehen ;)

    Ich habe mir auch mal so ein Täschchen genäht und innen mit Brillenputztuch gefüttert (falls das Ding einen kleinen Bildschirm hat), das erspart mir das sauberwischen, finde ich ganz praktisch.

    Beim Spazierengehen finde ich das ja nicht so gefährlich - mach ich auch - aber Fahrradfahren darf man mit Kopfhörern wirklich nicht. Wobei mein Mann da auch ziemlich unverbesserlich ist, zu meinem Leidwesen.

    Manchmal kann man nur auf den gesunden Überlebenstrieb hoffen.
    Liebe Grüße!
    frifris

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  2. Ja, ich fürchte auch, das ist inzwischen halt so... aber so lang sie so nicht Fahrrad fährt, mag es zwar lästig für die Verkehrswelt und vor allem schnellere Fußgänger sein, denen sie vor der Nase rumtrödelt (Grrrr!!!), aber ihr selbst wird vermutlich eher nix passieren.
    Vielleicht ausmachen, dass sie nur einen Stöpsel nutzt?!
    Und noch besser: Wieder beibringen, dass man diese zwar praktische, aber irgendwie vermaledeite Technik nicht immer und zu jeder Zeit und ständig nutzen muss (das fällt mir nämlich nerstärkt in letzter Zeit in der Straßenbahn und an meinem Mann ;-) auf)?!
    Viel Glück!

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  3. Diese Tasche ist so schön gealtert. Schon deshab müsste sie gerettet werden, bis dann Hörgeräteutensilien hineinwandern.
    Die Katze hält sich ja fest, und dazu passt diese Ohrstöpselgeschichte, die ich vor zwei Jahren aufgeschrieben habe:
    http://suschna.wordpress.com/2011/02/06/neues-leben-fur-alte-kleider-im-januar/

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  4. Hier ist vor zwei Jahren ein Mädchen auf offener Strecke vom Zug überfahren worden weil sie mit den Ohrstöpseln nicht gehört hat, dass da was kommt......
    Seitdem sind alle im Umkreis vorsichtig geworden. Erzähl ihr das mal.
    ( Die großen Mickeymouse-Kopfhörer schirmen noch besser ab und sind damit gefährlicher- diese InOhrTeile scheinen mir etwas besser zu sein. )

    Aber das Täschchen ist so nett!
    Näh ihr ein Neues und pack das in ihre Erinnerungsbox :)

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  5. Auweia, das ist ja eine schreckliche Geschichte, die mir das Blut stocken lässt. Ob meine Tochter das beeindruckt?...mal schauen.

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  6. Achso... und Suschnas Ohrstöpselgeschichte ist eigentlich herrlich (besonders die Zeichnung dazu) Ich frage mich allerdings, wer hier kein Bezugsnetz hat - doch wohl eher die, die sich mit ihren kleinen Männern (Frauen etc. ) im Ohr von der "wirklichen Welt" ringsherum abschirmen.

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