Mittwoch, 6. Februar 2013

Vom Sofa ins Bad

Vor einiger Zeit hat mir eine Freundin eine Tüte mit Stoffresten mitgebracht. Darin waren auch 2 mit bunten Kreuzstichen bestickte Stoffstreifen, die wohl ursprünglich mal eine Tischdecke gewesen waren und in ihrem zweiten Leben zu Tischsets wurden. Das hat es mir erleichtert, aus den Teilen nun etwas ganz anderes zu machen - an eine komplette Tischdecke hätte ich mich wohl nicht rangetraut, da habe ich doch erstmal Respekt vor der Handarbeit, die da drin steckt.

Nun ist aus der Decke jedenfalls ein Waschbeutel geworden. Weil ich das Stickmuster nicht zerstören wollte, hat er eine Größe, in die auch ein DIN A4 Ordner reinpassen könnte - wer weiß, wozu das mal gut sein kann...
Vorder- und Rückseite sind gleich,  innen hat er zwei Taschen und ist, wie der Boden, aus blau-gepunktetem Wachstuch.



Weil ich das Ergebnis ganz ansprechend fand, habe ich gleich mal in unserem Keller nachgeschaut, ob es dort vielleicht noch weitere verwertbare Stücke gibt. Und natürlich (!) habe ich auch was gefunden.



Meine Schwiegermutter hat in den 40-er Jahren Tapisseristin gelernt und immer viel gehandarbeitet. Ihre vielen sorgfältig gestärkten und gebügelten Deckchen und Decken hat nach ihrem Tod mein Schwager mitgenommen und ich glaube, sie sind dort in guten Händen.
Schon zu ihren Lebzeiten in den Keller gewandert waren aber doch einige Kissenbezüge (die mein Mann auch gleich wiedererkannt hat) und bei uns kommt ja nix weg...


Da kann ich den Waschbeutelvorrat erstmal auffüllen. Die Fotos sind heute schrecklich - das Objektiv ist leider kaputt.

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