Mittwoch, 30. Januar 2013

Kommentare + Antworten

Vielen Dank für eure netten Kommentare und hilfreichen Tipps. Obwohl ich jetzt alles probiert habe, was mir mit meinen sehr bescheidenen technischen Kenntnissen so möglich war ( ich habe mich sogar im HMTL (oder wie das heißt) versucht!) klappt das mit den Kommentaren noch immer nicht so, wie es sollte. Aber es is ja wie es is... und darum meine Antwort heute so.
Eure Ideen haben mich ermutigt, so ein "Kelimprojekt"  in Angriff zu nehmen. Mir schwebt ja sowas vor - wenn das mit meinem Material machbar ist. Das reine Vergnügen wird es vermutlich nicht werden weil die Kelims doch ziemlich dick und fest sind,  aber mit Hexenstichen, "Angelsehne" (wenn ich die hier bekomme) und  gebogener Polsternadel ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

Und damit es heute auch noch ein paar Bildchen gibt, habe ich ein bisschen gestöbert und das hier gefunden, was ja immerhin irgendwie zu Kelims passt.
Diese Moschee habe ich vor einigen Jahren nach dieser Methode von Susan Lenz mit der ich m.W. leider nicht verschwägert oder verwandt bin,  gemacht. Ich habe allerdings auf ein Stück Filz gestickt und darum(!) ist das Ganze etwas weniger detailreich und fein. Mir gefiel aber die ganze Form nicht mehr, als ich fertig war und deshalb ist die Arbeit auch in irgendeiner Schublade verschwunden, tja.


Susan Lenz ist aber trotzdem eine Entdeckung. Ich finde es immer wieder unglaublich, was diese Frau alles ausprobiert und neben Familie und Geschäft alles schafft.

Sonntag, 27. Januar 2013

Stoffspielereien im Januar

Nachdem ich mich gemütlich durch die spannenden + informativen Beiträge der anderen TeilnehmerInnen gelesen habe, in denen es u.a. um Taschen und um tolle "Leuchtobjekte" geht, kann ich die Lektüre wärmstens empfehlen. Alle Stoffspielereien werden dieses Mal von Martina von Machwerk gesammelt, dafür ganz vielen Dank.
Bei mir gibt es heute Pullover-Patchwork:
Ich will nicht dauernd drauf rumreiten, aber es ist ja nicht neu, dass mir das millimetergenaue Arbeiten nicht so richtig gut gelingt. Was ich dafür aber immer gut schaffe,  ist Wollpullover so zu waschen, dass man sie hinterher nicht mehr tragen kann. (Es sei denn man schrumpft plötzlich ebenfalls um mindestens 2 Kleidergrößen und möchte sich auch nicht mehr viel bewegen.)
Um unnötigen Disskussionen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich meiner Erfahrung nach dann, die so verhunzten Kleidungsstücke so lange in einer hinteren Ecke zu verstecken ( und natürlich alles empört abzustreiten), bis die eigentlichen Besitzer vergessen haben, dass sie jemals so ein Kleidungsstück in den häuslichen Wäschekorb gegeben haben.
So kam es also, dass sich über die Jahre bei mir doch ein schöner Vorrat an verschiedenen Grau- und Grüntönen angesammelt hat und weil ich es auf dem Sofa gerne kuschelig mag, habe ich daraus nun mal Kissenbezüge gemacht. 



Das ging auch überraschend schnell: Die 3 Kissen hatte ich an einem Abend fertig. Das Schöne an so verfilzten Wollsachen ist ja, dass sie sich ein bisschen dehnen und auch wenn man nicht so genau zugeschnitten hat, kann man alles zurechtzuppeln. Außerdem fransst auch nichts aus und man muss nicht versäubern.
Ich habe zuerst Streifen zusammengenäht bzw. zugeschnitten und diese dann direkt auf ein Stück Fleecedecke gesteppt, bis ich die passende Größe zusammenhatte. Dann habe ich von der Vorderseite aus alle Nähte nochmal knappkantig abgesteppt. Auf der Rückseite sind die Kissen aus einfarbiger grüner gewaschener Wolle und haben einen Reißverschluss.
Offensichtlich ist es mir gelungen, die Spuren, die auf ehemalige Lieblingsstücke hindeuten könnten,  optimal zu verwischen, denn die Familie hat sich über neue Kissen sehr gefreut und es hat sich keiner beschwert. Blöd ist nur, dass auch einer meiner Lieblingspullis (der graugrüne mit den unterschiedlichen Einstrickmustern) dabei war.
Hier im Sofadauereinsatz:

Irgendwie fügen sie sich ganz harmonisch in den anderen bunten Kram ein.
Die Kelims gibt es übrigens bergeweise  und ungebraucht in allen möglichen Größen, Farben und ethnischen Musterungen für´n Appel + ´nen Ei in unserem Sozialkaufhaus. Ich bin ganz verliebt in die Dinger, weiß aber nicht so richtig, was ich damit anstellen soll. Für Taschen sind sie meiner Meinung nach zu schwer (Reine Wolle) und wie ich einen zusammengepatchten Teppich zusammennähen könnte, weiß ich auch nicht. Falls also jemand eine Idee hat, immer gerne.


Bei mir werden die Kommentare noch immer nicht angezeigt. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber man kann anscheinend kommentieren und ich freue mich auf jeden Fall über alle Rückmeldungen.

Freitag, 25. Januar 2013

Wegplansteuerung

In einer Wegplansteuerung werden Führungsgrößen von einem Programmgeber geliefert, dessen Ausgangsgrößen vom zurückgelegten Weg eines beweglichen Teiles der gesteuerten Anordnung abhängen. Ich hoffe, das hat jetzt jeder verstanden?! Ich verstehe da jedenfalls eher "Bahnhof", aber ich fand ja eigentlich auch nur die interessante technische Zeichnug schön und habe die zu einem Bild gemacht.
Von dem Buch habe ich,  glaube ich zumindest, schon mal erzählt: Es ist aus der Büchereikiste und ich finde die vielen Zeichnungen darin sehr - sagen wir mal: optisch ansprechend. Ich mochte das immer schon, wahrscheinlich weil es so wichtig und irgenwie kompetent aussieht. Ich habe mir auch viel Mühe gegeben, all die kleinen Details nachzuarbeiten. Eines passte aber nicht mehr drauf:
Die Geschwindigkeit des Stößels einer Waagerechtstoßmaschine (??) hängt von den Wegen des Kurbelzapfens ab. Klar, oder?


Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden und finde die Möglichkeiten ausbaufähig. (Wahrscheinlich erschließen sich auch völlig neue Interessentenschichten: Welcher Mensch möchte seinen Kopf nicht mal auf einen Kurbelzapfen (verstellbar), eine Kurbelscheibe oder Kurbelschwinge legen?)

Beim nächsten Mal nehme ich aber die Zeichnung für die Zeitplansteuerung. Da geht es nämlich sehr lebensnah um die Steuerung einer Pausenglocke durch eine Schaltuhr. Damit kann ich doch was anfangen.


Sonntag, 20. Januar 2013

Notebooktasche Nr. 2

Nach dem Notebooktaschenpost gab es einen kleinen Auftrag für ebenso eine Tasche für ein "erwachsenes" Notebook. Gewünscht waren Streifen und Punkte und das ist daraus geworden.
Für solche Taschen mit Reißverschluß gibt es im Internet ja zum Glück Anleitungen genug, ich nähe meistens nach dem Schnick-Schnack-Taschen-Freebook von den "Kunterbunten". Danke an dieser Stelle für die tolle Anleitung.
Nach diesem bewährtem Muster habe ich aus verschiedenen Stoffen, einer Lage Fleecedecke und 2 Bodenvliestüchern eine ziemlich große Tasche hergestellt. Wegen der Größe habe ich die Außenhülle dieses Mal diagonal und nicht so eng abgesteppt. Auch das war schon schwierig genug, denn durch die beiden inneren Schichten wird das Ganze doch sehr sperrig und steif, aber es soll ja auch seinen Zweck erfüllen. Für das Netzteil und die Kabellage, die ja auch immer mit müssen habe ich eine kleine Reißverschlußtasche genäht, die man unter die beiden Gummibänder auf der Oberseite schieben kann.
Damit jeder weiß, dass die Beiden zusammen gehören, hat jede Taschen einen Button mit selbstgemachten  Stempeldrucken - Mamavogel und Babyvogel - vorne drauf bekommen.
Die Rückseiten sind etwas schlichter geblieben. Ich bin selber überrascht, dass ich soviel Punkte- und Streifenreste zusammen bekommen habe, aber Punkte  + Streifen gehen halt immer.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass alles passt...
 


Freitag, 18. Januar 2013

Schon lange her

ist es, dass ich meinen Kindern diese beiden Handpuppen gebastelt habe.
Aber jetzt hab ich die Beiden in einer der Kisten, die die ausgezogene Sophie zurückgelassen hat, wiederentdeckt und bekam auch gleich die Anweisung, sie nicht weg zu geben sondern für weitere Enkelkinder aufzubewahren. Die Köpfe habe ich aus einem alten roten T-Shirt und Puppentrikot in der Machart der Waldorfpuppen geformt, weil ich es schöner finde, wenn Handpuppen weiche Köpfe haben. Ganz wichtig finde ich außerdem eine gute Passform der Köpfe, denn es macht überhaupt keinen Spaß, wenn einem die Puppe immer vom Finger rutscht.
Viele Ideen und Tipps zum Selbermachen gibt es in diesem Buch, das man aber nur noch antiquarisch kaufen kann.


Montag, 14. Januar 2013

Aufgepimpt


Obwohl draußen gerade Schnee liegt, wurde ein Wollschal, den ich vor einigen Jahren für eine Tochter gestrickt hatte,  nun mit ein paar Filzblumen frühlingshaft. Die Idee dazu ist leider nicht von mir, sondern ich habe kürzlich in einem Geschäft so einen Schal gesehen. Im Buddhismus soll es jedoch eine Ehre für den Erfinder sein, wenn seine Ideen nachgearbeitet werden. Ich habe so meine Zweifel, ob das wirklich stimmt, aber praktisch ist diese Lebensphilosophie auf jeden Fall und darum habe ich sie mir einfach mal zu eigen gemacht.
Für die Blumen habe ich zuerst eine ca. 3 mm starke bunte Filzplatte  in A4-Größe mit der Filzmaschine gefilzt. Das ist zwar gut, weil dadurch auch die Schnittkanten schön bunt werden, hat aber ziemlich lange gedauert. Beim nächsten Mal würde ich als Grundlage ein Stück einfachen Bastelfilz nehmen (wie bei der roten Probe) und mit bunter Filzwolle befilzen. Das lässt sich auch ohne Maschine gut machen. 

                   


Aus dem Filz habe ich dann mit einer Schablone die Blumen ausgeschnitten. Das kann man natürlich auch freihändig machen, wichtig ist nur, dass man die Blütenblätter tief genug einschneidet, damit sie sich später auch ein bisschen hochbiegen. Meine Blüten haben ungefähr einen Durchmesser von 6 cm.

Auf jedem Schalende habe ich 4 Blumen verteilt und in der Blütenmitte aufgefilzt. Auf der Rückseite sieht man nun, wenn man genau hinschaut, farbige Punkte. Bei dem Kaufschal waren die Kugeln in der Blütenmitte auch aus Filz. Ich finde Kugeln filzen langweilig und meine Maschine kann das leider nicht. Darum habe ich gehäkelte Kugeln aufgenäht, die ich nach dieser Anleitung von Beates buntem Blog gemacht habe. Vielen Dank dafür.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, die Blumen unten an der Kante in einer Reihe anzubringen, vielleicht sogar vorn und hinten. Auf jeden Fall tut aber so ein bisschen Farbe gut, habe ich doch letzten Freitag im Radio gehört, dass wir hier in diesem Jahr erst 25 Minuten (!) Sonnenschein hatten. 


Samstag, 12. Januar 2013

Kalender 2013

Auch für dieses Jahr habe ich uns schnell noch einen Kalender gebastelt. Das mache ich eigentlich nur, weil die Familienplaner, die es zu kaufen gibt, in der Regel ziemlich bescheuerte Motive haben. Da aber vermutlich auch unsere Jüngste im Laufe des Jahres ausziehen wird,  brauchen wir sowas auch bald gar nicht mehr.
Der diesjährige Kalender ist wesentlich schlichter geraten, als der vom letzten Jahr. Das liegt zum Einen daran, dass ich ganz viel Stempeldrucke eingesetzt habe, die ich in schwarz am schönsten finde. Zum Anderen hatte ich nicht mehr soviel Zeit, viel herumzuschnippeln und zu probieren.

Im Januar liegt der kleine Fuchs, für den unser Hund Modell gelegen hat, noch im Winterschlaf und sammelt Kräfte für das neue Jahr.


Der Februar geht mit vielen Tassen weiter. Ich habe dabei schon mal an die Mengen Bronchialtee gedacht, mit denen wir den Grippemonat, der hier bereits erste Schatten voraus wirft,  zu überstehen hoffen.

Freitag, 11. Januar 2013

Der Beweis

Ja, auch meine graue Strickjacke ist fertig geworden. Zwar nicht mehr ganz im letzten Jahr aber doch immerhin noch in den Ferien.

Die Passform ist so naja. Offenbar fühle ich mich schlanker, als ich in echt bin. Nach ca. 1 Stunde tragen habe ich mich aber dran gewöhnt, dass es etwas spack sitzt und dann geht`s auch. Außerdem, wozu habe ich 2 schlanke Töchter? Die sind über jedes Kleidungsstück, dass sie aus meinem Kleiderschrank "leihen" können ganz froh und die Jacke ist schon ganz schön, auch wenn man das auf dem Foto jetzt nicht so sieht.

Dienstag, 8. Januar 2013

Schlafanzug

Mein Mann ist groß, schlank und sehr nett. Leider ist er aber nähtechnisch - wie wahrscheinlich die meisten Männer - immer etwas benachteiligt. Deswegen und weil er sonst immer Schlafanzüge in Sonderlängen, die nur schwer zu bekommen + ziemlich teuer sind, brauchte, habe ich ihm kürzlich mal ein Exemplar genäht.
Das Modell besticht vor allem durch die feinen Grauabstufungen, die mit dem Grau-in-Grau draußen so perfekt verschmolzen sind, dass sie fast nicht zu fotografieren waren, sowie durch die einzigartige Schlichtheit. Ich habe nämlich sogar die Brusttasche weggelassen, die Männerschlafanzüge eigentlich immer ziert. Ich meine, wozu brauchen Männer überhaupt diese Brusttasche? Muss ich vielleicht neidisch sein, weil es offensichtlich in einem Männerdasein etwas gibt, dass ständig "am Mann" sein muss? Was ist das? (Mein Mann verbirgt das sehr geschickt vor mir - ich habe noch nie etwas gefunden.)
Ich vermute allerdings einen gemeinen Trick der Schlafanzugindustrie, die offenbar identisch ist mit der Oberhemdenindustrie. Da werden diese Täschchen ja extra aufgenäht, damit Männer dort kleine farbige Zettel vergessen können, die einem dann die ganze Wäsche versauen.
Wie dem auch sei - mein Mann ist jedenfalls sehr zufrieden mit seinem neuen Kleiungsstück und macht sich berechtigte Hoffnungen auf weitere Modelle.
Der Schnitt ist 3028 Kwiksew, aber ich glaube, man braucht nicht wirklich ein Schnittmuster, sondern kann gut von einem gekauften Schlafanzug die wesentlichen Maße übernehmen, denn es sind ja nur einfache Teile. Ich habe jedenfalls noch ein bisschen rumgebastelt, weil mir der Schnitt sehr weit vorkam und letztendlich ungefähr die Länge XL in der Größe M zugeschnitten. Für das Hosengummi habe ich statt eines angeschnittenen Belegs ein schmales Bündchen angekettelt (das knubbelt meiner Ansicht nach weniger) und ein breites Wäschegummi eingezogen.

Sonntag, 6. Januar 2013

Notebookhülle

Unsere Sophie hat sich von ihrem Weihnachtsgeld so ein niedliches kleines Notebook gekauft. Dafür musste ich schnell noch eine warme Verpackung nähen, bevor sie wieder nach Freiburg fährt und bin darum gar nicht dazu gekommen, weiter am Leuchtturm zu arbeiten.

 Die Stoffe dafür hat sie selbst ausgesucht und interessanterweise hat sie fast nur die ganz alten aus der Flickenkiste meiner Mutter genommen - was sollte das den heutigen TextildesignerInnen sagen?

Der blaukarierte mit den Rosen war einmal ein Kleid mit einem blauen Miederoberteil, so ein bisschen wie ein Dirndlkleid, aber ohne Schürze. Von der blau-weißen Viskose ganz oben habe ich leider nur noch ein ganz kleines Stück. Was daraus mal geschneidert wurde weiß ich nicht mehr. Das rosafarbene "S" war einmal ein Puppenkissenbezug, aber das war bestimmt auch schon das zweite Leben des Stoffes. Er hat jedenfalls deutliche "Gebrauchsspuren".
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Die unteren Bilder zeigen das erste Modell, das natürlich nicht gepasst hat. Darum musste ich das Ganze zweimal nähen, aber so konnte ich auch noch ein paar Verbesserungen machen. Ich finde z.B. einen Reißverschluss an einer kurzen Seite praktischer und mir gefällt nun auch die Anordnung der Stoffe besser.

Abgesteppt habe ich das Ganze auf einer Lage Vlieseline und dem Rest einer Fleecedecke und dann mit Baumwollstoff gefüttert.