Donnerstag, 28. Februar 2013

Jetzt wird alles besser

Nur noch einmal schlafen und dann - Tadaaa - ist es endlich März.

Es zeichnet sich ja schon ab, dass es nun wieder aufwärts geht:
- der Schnee ist bis auf ein paar hartnäckige Häufchen weg und mit jedem Tag sinkt die Chance, dass neuer fällt. (Obwohl ja nix unmöglich ist.)
-wenn ich aufwache zwitschern schon ein paar ganz tapfere Vögel.
-wenn ich los muss ist es schon hell und es ist kein Problem mehr, dass mein Fahrradlicht ausgesprochen unberechenbar ist.
- wenn ich es erst um 18.00 Uhr schaffe, mit dem Hund rauszugehen ist es immer noch hell.
- ich kann mir wieder vorstellen, die Abende nicht auf dem Sofa zu verbringen - bis zur praktischen Umsetzung wird es aber erfahrungsgemäß noch dauern.
- wir haben in 2 Wochen schon Osterferien.

Ansonsten freue ich mich täglich darüber, dass wir es im Haus warm + trocken haben. Wer jemals T.C. Boyls "Ein Freund der Erde" gelesen hat, weiß wovon ich spreche:  Grauenhaft!

Dienstag, 26. Februar 2013

Eisbär, Teil II

Mein gemalter Eisbär letztens hat mich an dieses Buch erinnert: Peterchens Mondfahrt. (Irgendwie hab ich es momentan mit den Kinderbüchern - könnten das schon die ersten Symptome des "Empty-Nest-Syndroms" sein?) Die Geschichte war mir früher ja immer sehr suspekt, aber jedenfalls hat mich das schöne Titelbild dann an ein Bild von Paul Klee erinnert und ich habe sogar noch die Postkarte gefunden, die mal ein Kalender war, den ich zur Konfirmation (!) bekommen habe.
Ich finde, wenn man die beiden Sachen so zusammen sieht,  lassen sich doch Gemeinsamkeiten erkennen, oder? Ich habe noch nicht herausgefunden, was eher da war, aber ich glaube, Klees Bild ist Ende der 20er Jahre entstanden und ich könnte mir gut vorstellen, dass er das Buch auch kannte.
Ich habe dann mal alles zusammengerührt und nun ist "Eisbär im Lande Edelstein" draus geworden.



Das Sprengelmuseum in Hannover hat zwar auch etliche sehenswerte Werke von Klee, aber weil ich  schon seit 38 Jahren ein Fan bin und sogar meine Diplomarbeit zu Klee gemacht habe,  habe ich meine Familie vor einigen Jahren mal in das Zentrum Paul Klee in Bern genötigt. Ich fand es ganz toll - die Begeisterung der Anderen hielt sich in Grenzen.

Sonntag, 24. Februar 2013

Stoffspielereien im Februar

Gott-sei-Dank!! Das Ende dieses Monats ist nahe und es ist mal wieder "Stoffspielereien-Zeit", heute  gesammelt von Frifis. Dir ganz herzlichen Dank für die Mühe!
Ich hatte ja schon erwähnt, dass es wohl am ewigen Schnee liegt - jedenfalls habe ich keine andere Erklärung dafür, dass in meinen Arbeiten momentan dauernd Winterliches, wie z.B. Schneeflocken auftauchen. Im Gegensatz zur nassen Variante da draußen finde ich alle trockenen Ausformungen davon auch ausgesprochen reizvoll. Ein besonderes Faible habe ich für die gefalteten Exemplare aus Papier, die ich diesen Winter auch gelegentlich zu Postkarten gemacht habe.


 Im Hinterkopf hatte ich aber auch immer noch den Plan, aus dem Flockenmotiv Kissen zu machen - quasi passend zu den weihnachtlichen Tischläufern. ( Ich weiß die Saison ist vorbei, aber hallo? Nach dem Fest ist schließlich vor dem Fest...)
Ich habe wieder die bewährten 3 Lagen übereinandergelegt: Fleecedecke, weißer Batist und ein Stück antikes Leinen mit besonders schöner handgewebter Struktur.
Vielleicht fragt sich jetzt jemand, warum die Stoffe in dieser Reihenfolge angeordnet sind?  Das soll so sein, denn der Plan war, die Schneeflocke als "Ausschneide-Applikation" zu arbeiten, eine Technik, die hier oder hier dankenswerterweise schon öfter beschrieben wurde. Die Schneeflocke habe ich darum mit Hilfe einer bewährten Falttechnik aus einem ca. 30x30cm großen Stück Stickvlies ausgeschnitten und auf die zusammengekettelten Stoffe gebügelt.

Ja, ringsherum, das ist Schnee und darum war nach den Fotos der Stoff auch erstmal nass und ich konnte erst weiterarbeiten, als alles wieder trocken war. Da war es dann auch dunkel und darum gibt es jetzt nur noch ein Foto vom fertigen Kissen.
 Der Rest ist auch schnell erzählt: Ich habe das Stickvliesmotiv mit dunkelgrauem Garn freihand nachgesteppt und dann ausgeschnitten. Ein Vorher-Nachher-Suchspiel gibt es aber noch: Wer findet den Unterschied? Richtig! Es ist der Stern in der Mitte. Da fand ich die weiße Fläche zu groß und habe darum noch den Stern ausgeschnitten.

Die Rückseite ist völlig unspektakulär aus schwarzem Baumwollfeincord o. ä., den ich kürzlich mal irgendwo geschenkt bekommen habe (Leider weiß ich nicht mehr von wem, darum an dieser Stelle ganz vielen Dank an den/die anonymen SpenderIn) und hat einen Reißverschluss.
Schön fände ich eigentlich, mehrere Sterne überlappend - vielleicht auch teilweise als "echte" Applikation auf einem Kissen anzuordnen, aber was soll ich sagen? Ich hatte keine Lust mehr, das muss am Wetter liegen. Obwohl, von drinnen sieht es ganz hübsch aus und wenn man das Haus nicht verlassen muss...


Freitag, 22. Februar 2013

Es liegt am Wetter

Bei uns schneit es nämlich schon wieder oder immer noch - so genau weiß ich das schon gar nicht mehr.  Es liegt jedenfalls Schnee und darum habe ich gestern einen Eisbären gemalt, als ich mal wieder versucht habe, 14-jährigen Mädchen die Aquarellmalerei nahe zu bringen. Allerdings komme ich mit dem Nahebringen nicht so recht vom Fleck und ich weiß nicht wirklich, woran es liegt. Am liebsten malen sie rosafarbene Herzen in allen Größen und wenn sie ganz mutig sind, vielleicht nochmal eine Mangafigur. Die Mädels haben unglaubliche Angst, etwas falsch zu machen, alles muss sofort perfekt sein und sie trauen sich überhaupt nicht, es einfach mal laufen zu lassen (unabdingbare Vorraussetzung fürs aquarellieren.)
Natürlich kann das Problem bei mir liegen und natürlich kenne ich solche Ängste auch. Zu Studentenzeiten war das ganze Künstlermaterial ja noch unglaublich teuer und ich hatte unglaublich wenig Geld, aber daran kann es heute ja wohl nicht mehr liegen: Man bekommt bespannte Keilrahmen etc, quasi nachgeschmissen und die Kiddis machen nun auch nicht gerade den Eindruck, als würden sie am Hungertuch nagen.
Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ringsherum einfach alles perfekt ist? Die Vorbilder sind gestylt, alle Bilder photogeshopt, die Zähne korrigiert und Kaputtes, Schiefes und Unfertiges wird weggeschmissen. Ich weiß es nicht, aber sie  tun mir leid, die Kids, denn ich habe das Gefühl, wir haben ihnen etwas genommen, als wir ihnen alles so schön vorgesetzt haben und sie keine Notwendigkeit mehr hatten, irgendwie zu improvisieren und mit Kompromissen zu leben und sich dadurch selbst zu entdecken und zu vertrauen.

OK., hier ist es also winterlich und das schlägt sich offensichtlich auf meine Stimmung nieder  und auf  meine Arbeiten: Auch bei den Stoffspielereien, die dieses Wochenende von Frifis gesammelt werden, bleibe ich kühl.

Montag, 18. Februar 2013

Tomte Tummetott

ist eins meiner Lieblingsbilderbücher: Weil die Geschichte so einfach und beruhigend ist und weil die Bilder so stimmungs - und geheimnisvoll sind. Wahrscheinlich hatte ich die Geschichte bei meinem Fuchsbild auch immer irgendwo im Hinterkopf, anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum es auf dem Bild Nacht ist (mir sind nämlich auch schon tagsüber Füchse begegnet).

Es ist mit diesen Bildern ja auch immer dasselbe: Erst habe ich große Mühe, überhaupt anzufangen - das liegt auch an dem Chaos, dass immer entsteht, wenn man (ich) mit Papier, Farbe, Stoff etc. arbeitet - und dann kann ich nicht mehr aufhören und könnte noch 1000 kleine Details zufügen.
Aber jetzt soll es so sein und der hungrige Fuchs zieht seine nächtliche Runde um die Häuser.


Hoffen wir mal, dass es auch irgendwo einen kleinen Tummetott gibt, der ihm vielleicht ein Schüsselchen Brei hinstellt, oder brauchen die neuzeitlichen "Kulturfolger" sowas angesichts unserer übervollen Mülleimer nicht mehr?

Donnerstag, 14. Februar 2013

In Arbeit

Jeden Tag laufe ich 1000 Mal an diesem Bild vorbei, das seit vielen Jahren bei uns im Flur hängt, und denke mir nicht viel dabei.
Es ist von 2006, heißt "Wunderwerk der Technik" und soll Eines dieser Riesen-Kreuzfahrtschiffe darstellen, die ja eher schwimmende Hochhäuser als Schiffe sind und eine kleine Welt für sich bilden. Ich weiß auch nicht, ob es mir Spaß machen würde, mit so einem Teil zu reisen, von der Umweltverschmutzung durch die Dinger mal abgesehen. Aber, zurück, zurück, zurück - warum erzähle ich davon?
Plötzlich habe ich das Bild mal wieder mit anderen Augen gesehen: Es ist eine Mischung aus Aquarell, Federzeichnung und Acrylmalerei, eigentlich auch ein Vorläufer meiner Nähbilder- damit habe ich nämlich angefangen, weil mir die mit Tusche gezeichneten Linien immer noch zu dick und zu gerade waren. Jetzt bin ich aber mal an den weißen Fächen "hängengeblieben". Da habe ich ganz dünn Acrylfarbe aufgespachtelt, so dass der Untergrund noch durchscheint und  - lange Rede kurzer Sinn - das scheint mir eine gute Methode, meine aktuellen Versuche mit den Postkarten, Zeitungshintergründen und Aquarellen zu modifizieren.
Aus angestrichenen Papieren und verschiedenen Stoffresten habe ich schon mal einen Hintergrund zusammengepatchworkt. Außerdem soll auch irgendwie der Fuchs mit drauf, den ich kürzlich mal in der Zeitung gefunden habe.



Ja. Schaun wir mal, wie es so weitergeht. Gut möglich, dass es so wird wie dieses Bild, das ich versuchsweise schon mal gemacht habe.



Ich hoffe, am Wochenende komme ich dazu, die netten Kommentare zu beantworten und mal zu schauen, was die anderen so machen - momentan sehe ich nur in der Blogroll, dass sich überall viel tut.

Sonntag, 10. Februar 2013

Gewissensfrage

Vor einigen Jahren haben wir unserer Tochter zu Weihnachten ein kleines, tragbares Musikabspielgerät einer bekannten amerikanischen Marke geschenkt. Mittlerweile ist es so, dass die Tochter  keinen Weg mehr ohne Stöpsel im Ohr macht, was ich im Straßenverkehr nicht ganz ungefährlich finde.  Als Beiwerk habe ich ihr damals ein passendes Täschchen  genäht, das nun leider allmählich an seine Grenzen kommt, die Rückseite ist schon ganz verschlissen.
Aber mache ich ihr nun ein neues Täschchen? Damit sie sich weiter das Gehör ruiniert? Unter o.g. Umständen vielleicht manchmal ihr Leben aufs Spiel setzt?
Ich weiß es nicht. Mein einziger Trost ist momentan, dass ihr durch das jahrelange Ohrstöpsel-tragen-Training zumindest die Umstellung aufs Hörgerät nicht so schwer fallen wird.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Vom Sofa ins Bad

Vor einiger Zeit hat mir eine Freundin eine Tüte mit Stoffresten mitgebracht. Darin waren auch 2 mit bunten Kreuzstichen bestickte Stoffstreifen, die wohl ursprünglich mal eine Tischdecke gewesen waren und in ihrem zweiten Leben zu Tischsets wurden. Das hat es mir erleichtert, aus den Teilen nun etwas ganz anderes zu machen - an eine komplette Tischdecke hätte ich mich wohl nicht rangetraut, da habe ich doch erstmal Respekt vor der Handarbeit, die da drin steckt.

Nun ist aus der Decke jedenfalls ein Waschbeutel geworden. Weil ich das Stickmuster nicht zerstören wollte, hat er eine Größe, in die auch ein DIN A4 Ordner reinpassen könnte - wer weiß, wozu das mal gut sein kann...
Vorder- und Rückseite sind gleich,  innen hat er zwei Taschen und ist, wie der Boden, aus blau-gepunktetem Wachstuch.



Weil ich das Ergebnis ganz ansprechend fand, habe ich gleich mal in unserem Keller nachgeschaut, ob es dort vielleicht noch weitere verwertbare Stücke gibt. Und natürlich (!) habe ich auch was gefunden.



Meine Schwiegermutter hat in den 40-er Jahren Tapisseristin gelernt und immer viel gehandarbeitet. Ihre vielen sorgfältig gestärkten und gebügelten Deckchen und Decken hat nach ihrem Tod mein Schwager mitgenommen und ich glaube, sie sind dort in guten Händen.
Schon zu ihren Lebzeiten in den Keller gewandert waren aber doch einige Kissenbezüge (die mein Mann auch gleich wiedererkannt hat) und bei uns kommt ja nix weg...


Da kann ich den Waschbeutelvorrat erstmal auffüllen. Die Fotos sind heute schrecklich - das Objektiv ist leider kaputt.

Sonntag, 3. Februar 2013

Schmetterlinge II


In den letzten Spätsommertagen flatterten einmal ganz viele Schmetterlinge in unserem Fahrradschuppen herum. Ich habe mir damals nicht viel dabei gedacht, aber in der letzten Woche, nach den Stürmen, lagen plötzlich Unmengen von Schmetterlingsflügeln auf dem Fußboden. Dank dieses informativen Wikipedia-Artikels weiß ich jetzt, dass die Tierchen damals ein Winterquatier gesucht und offenbar in unserem Schuppen auch gefunden haben. Aber leider ist wohl irgendwas dazwischen gekommen, so dass sie den Winter nun doch nicht überlebt haben. Damit sie nicht völlig umsonst sterben mussten, habe ich versucht, ein paar der Flügelchen zu retten und in Bildern zu verewigen.

Den Flügel habe ich  unter einem Stück Organza auf einem Stück Leinen festgenäht, damit er nicht verrutscht, habe ich einmal knappkantig drumrumgesteppt. Schon früher habe ich Schmetterlingsflügel auf Bilder geklebt - das ist leider nicht von Dauer, hält aber schon einige Jahre. Ich bin gespannt, ob diese Technik dauerhafter ist.

Vor dem Nähen habe ich den Flügel auf eine Buchseite aquarelliert, ausgeschnitten und auf einen Untergrund aus verschiedenen Stoffen genäht. Alles was vom Schmetterling fehlte, habe ich dann mit der Maschine gestickt.